Stellungnahme zu TOP 21 „Resolution Zentralklinikum" Kreistagssitzung 22.04.2021
Der Antragstellung der PHC GmbH zum „Zentralklinikum Vechta“ ist zu entnehmen, dass die jetzige Bettenzahl des St. Marienhospital Vechta 310 und des St. Franziskus-Hospital Lohne 140, zusammen also 450 Betten beträgt.
Weiterhin wird angegeben, dass das Antragsvolumen für das neue Zentralklinikum 220 Mio.€ beträgt und 450 Planbetten geschaffen werden sollen. Weiter heißt es „Im Erfolgsfall scheiden die Krankenhäuser Vechta und Lohne zugunsten des Zentralklinikums aus dem Krankenhausplan aus.“
220 Mio. € auszugeben um ein besseres Betriebs- und Organisationkonzept umzusetzen und dabei noch nicht einmal die Gesamtanzahl der Krankenhausbetten zu erhöhen, finde ich wenig überzeugend.
Grundsätzliches Ziel soll offensichtlich eine weitere Effizienzsteigerung der Krankenhäuser sein. Wahrscheinlich läuft es dann darauf hinaus, dass Ärztinnen und Krankenschwestern in der gleichen Zeit mehr Patienten betreuen sollen.
Meiner Meinung nach wären die 220 Mio. € grundsätzlich besser investiert, wenn man dies für eine angemessene Bezahlung von Pflegekräften einsetzen würde. Gleichzeitig müssen die Belastungen verringert werde, vornehmlich durch kürzere Arbeitszeiten und längere Erholungs-Phasen, also letztendlich durch mehr Personal.
Auch wie sich die Standortfrage eines möglichen Zentralklinikums entwickelt hat, finde ich ein wenig merkwürdig. Entsprechend OV- Bericht kommt jetzt auch die Fläche der Liebfrauenschule in Betracht. Das heißt für mich, dass das jetzige Gebäude des St. Marienhospital dann erhalten bleiben müsste. Dann kann zumindest die Gebäudesubstanz dieses Krankenhauses nicht der Grund für den Neubau eines Zentralklinikums sein.
Falls es doch zu einem Neubau auf „freier Fläche“ kommt, frage ich mich wie die bisherigen Krankenhausgebäude, die ja auch mit dem Geld des Landkreises in den letzten Jahrzehnten fortlaufend saniert und erweitert wurden passieren soll und passieren wird. Die Zahlungen des Landkreises stellen sich wie folgt dar: 2005 bis 2015:15,8 Mio.€, 2017:4,5 Mio.€, jährlich:750.000 €.
Weiterhin kann ich mir auch gut vorstellen, dass wir im Landkreis Vechta im Vergleich mit anderen Bewerbern in Niedersachsen z.B. aus Ostfriesland/Georgsheil wesentlich besser aufgestellt sind. Dies kann ich nicht abschließend beurteilen, für meine Entscheidung finde ich aber Solidarität unter Landkreisen nicht unwesentlich. Inwieweit Solidarität für die katholische Kirche in dieser Antragstellung eine Rolle spielt kann ich nicht beurteilen.
Einer Resolution oder Erklärung für ein Zentralklinikum werde ich nicht zustimmen, nach meinem jetzigen Kenntnisstand spreche ich mich sogar dafür aus, dass Ziel eines Zentralklinikums nicht weiterzuverfolgen.

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Die Transformation zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft im Landkreis Vechta kann meiner Überzeugung nach nur mit einer Verringerung der Tierzahlen gelingen. Die Fakten und Zahlen sind meiner Meinung nach eindeutig und lassen keinen Interpretationsspielraum.

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